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Alexander Sergejewitsch Puschkin Artikel
Alexander Sergejewitsch Puschkin (russisch Ð?лекÑ?андр Сергеевич Пушкин; * 26. Mai/6.06 1799 in Moskau; †29. Januar/10.02 1837, Sankt Petersburg) gilt als der bedeutendste russische Dichter und der Begründer der modernen russischen Literatur.
Buch-Tipp: Das Märchen vom Zaren Saltan. Idealer Einstieg in Puschkins Welt! Zu dem Autoren Alexander Sergejiwitsch Puschkin braucht man nicht allzu viele Worte zu verlieren: Er ist zweifelsohne einer der bedeutendsten Lyriker, den die Weltliteratur vorweisen kann. Seine Werke reichen von Gedichten aller Art über Erzählungen vom Russische Förderation des 19. Jahrhunderts bís hin zu Märchen.... | |
Puschkin bereitete in seinen Gedichten und Stücken der Verwendung der Umgangssprache den Weg; er schuf einen erzählerischen Stil, der Drama, Romantik und Satire mischte - ein Stil, der seitdem untrennbar mit der russischen Literatur verbunden ist und der zahlreiche russische Dichter massiv beeinflusste. Seine romantischen Zeitgenossen waren Byron und Goethe; er wurde beeinflusst von Voltaire und den Shakespeareschen Tragödien.
Buch-Tipp: Der Postmeister und andere Erzählungen. Deutsch/ Russisch. Aus der russischen Seele Ich habe dieses Buch in einer alten vergilbten Ausgabe in dem Schrank meiner Großmutter gefunden. Wäre meine Großmutter russischer Abstammung, dann würde allein dieses Auffinden des Buches schon fast beschreiben, wie man es empfinden wird. Es sind wunderliche kleine Geschichten aus dem alten Russische Förderation. Und niemand konnte... |
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Puschkin wird in Moskau geboren und verbringt die Sommer von 1805 bis 1810 üblicherweise bei seiner Großmutter, Maria Alexejewna (einer Tochter des äthiopischen Sklaven Ibrahim Petrowitsch Gannibal , der später Patenkind von Peter dem Großen wurde), in dem Dorf Sacharow bei Svenigorod nahe Moskau. Diese frühen Kindheitseindrücke spiegeln sich in seinen ersten Versuchen als Dichter wider, z.B. in den bald darauf entstandenen Gedichten Mönch, (Монах, 1813), Wowa, (Бова, 1814), sowie in seinen in dem Lyzeum entstandenen Poslanije k Judinu (ПоÑ?лание к Юдину 1815) und Traum (Сон, 1816).
Sechs Jahre verbringt Puschkin in dem Lyzeum in Zarskoje Selo (das heute seinen Namen trägt), einer Elite-Lehranstalt, die am 19.10 1811 eröffnet worden ist. Von dort aus erlebt der Junge auch die Ereignisse des "Vaterländischen Krieges" gegen Napoleon (1812).
Anfang 1815 schreibt Puschkin in dem Beisein G. R. Derschawins sein patriotisches Gedicht "Erinnerungen an Zarskoje Selo", (ВоÑ?поминание в ЦарÑ?ком Селе) das in der Zeitschrift Russisches Museum (РуÑ?Ñ?кий Музеум) gedruckt wurde.
Noch als Schüler wird Puschkin in Abwesenheit in die Petersburger literarische Gesellschaft Arsamas aufgenommen, die sich gegen tradierte, verkrustete Sprachvorstellungen der etablierten Literatur wendet und sich für eine Weiterentwicklung der russischen Hoch-/Schriftsprache einsetzte. Die frühe Poesie des Dichters strahlt seine unstillbare Lebenslust aus.
1816 erfährt Puschkins Lyrik eine entscheidende Wendung, als die Elegie zu seiner Haupt-Dichtform wird.
Als Puschkin 1817 das Lyzeum abschließt, nimmt er mit dem Titel eines "Kollegiensekretärs" eine Stellung in dem Petersburger "Kollegium für Auswärtige Angelegenheiten" an. Er wird zu dem ständigen Theaterbesucher, nimmt an den Sitzungen der Arsamas-Gesellschaft teil und wird Mitglied der Literatur- und Theatergemeinschaft Grüne Lampe (ЗеленаÑ? лампа), die von den Anfängen der Dekabristenbewegung beeinflusst ist. Obwohl Puschkin am frühen, geheimen Wirken der Dekabristen nicht teilnimmt, ist er doch mit vielen der aktiven Mitglieder in Freundschaft verbunden und schreibt politische Epigramme und Gedichte wie "К Чаадаеву" (Liebe, Hoffnung, stiller Ruhm...), ВольноÑ?ть, Ð?. Я. ПлюÑ?ковой, (alle 1818), ДеревнÑ? (1819). In diesen Jahren ist er beschäftigt mit der dem märchenhaften Versepos Ruslan und Ljudmila (РуÑ?лан и Людмила), das er schon in dem Lyzeum begonnen hat und mit der er ganz auf der Linie von Arsamas bezüglich der Notwendigkeit der Schaffung nationaler Heldenepen liegt. Das Gedicht wird in dem Mai 1820 abgeschlossen und ruft ein erbittertes Echo in der Kritik hervor, die sich über den Niedergang des "Hohen Kanons" empört.
In dem Frühjahr 1820 muss sich Puschkin für einige seiner Spottgedichte verantworten, in denen er Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie den Kriegsminister oder den Bildungsminister lächerlich macht. Einer Verbannung nach Sibirien entgeht er aufgrund der Protektion einflussreicher Freunde, muss Petersburg jedoch in dem Frühsommer des Jahres verlassen und wird auf die Krim versetzt. Er lebt einige Zeit bei seinem noch aus Petersburg stammenden Freund General Rajewskij und lernt dessen Tochter Maria kennen. Hier schreibt er das romantische Gedicht Der Brunnen von Bakhchisaraj . Bis 1824 lebt Puschkin an verschiedenen Orten in dem Süden Russische Förderations, u.a. Odessa und Kishinew . 1823 beginnt er sein bedeutendstes Werk, das Versepos Eugen Onegin, das er erst 1830 abschließt. 1824 bis 1825 lebt Puschkin bei seinen Eltern auf dem Gut in Michajlowskoje, eine Zeit, die durch Konflikte mit dem Vater und einem intensiven literatischen Briefwechsel mit seinen Freunden geprägt ist. Seine Tragödie Boris Godunow, mit der er die eingefahrenen Wege der russischen Dichtung weit verlässt, erlebt in dieser Zeit ihre Anfänge.
Nach einer Audienz bei Zar Nikolaus I. darf Puschkin von 1826 bis 1831 zwar wieder in Moskau und Petersburg leben, seine Werke werden vom Zar persönlich zensiert und sein Werk und Leben stark kontrolliert (auch aufgrund seiner Verbindungen zu den Aktivisten des Dekabristenaufstands). Dies prägt auch die Weiterarbeit von Eugen Onegin. Puschkin ist unzufrieden, da er weder seine dichterischen noch seine privaten Vorstellungen leben kann.
Einen Wechsel in Puschkins Lebensumständen bewirkt seine Heirat mit Natalja Gontscharowa 1831. Das Paar zieht nach Petersburg, wo sie mit Unterstützung von Gontscharowas wohlhabender Verwandtschaft am mondänen Leben des Zarenhofes teilnehmen können - was Puschkin, der sich nach Unabhängigkeit sehnt, frustriert. Er duelliert sich häufig und häufig aus trivialen Gründen; seine Werke in dieser Zeit entstehen unter großem psychischen Druck.
Erst 1836 darf er die Literaturzeitschrift Sowrememennik (Der Zeitgenosse) herausgeben, ein Fortschritt in seiner stark zensierten Tätigkeit. In dem Winter des Jahres 1836/1837 duelliert er sich in Folge einer Intrige mit dem französischen Gardeoffizier George d'Anthès und wird dabei durch einen Bauchschuss schwer verletzt. Am 29.01 1837, zwei Tage später, stirbt er. Aus Angst vor Sympathiekundgebungen überführt man ihnins Swjatogorski-Kloster bei Pskow und beerdigt ihn dort.
Buch-Tipp: Die Hauptmannstochter. Einer der schönsten Romane, die je geschrieben wurden. Puschkin schrieb "Die Hauptmannstochter" 1836 in der Tradition des historischen Romans von Walter Scott und verknüpfte ihn mit einer Familienchronik.
Die Hauptfigur ist ein junger Offizier, der seinen Dienst in einer entlegenen Festung am Rande der Steppe antreten muß, anstatt, wie von ihm... |
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Buch-Tipp: Die Poesie der russischen Küche. Eine kulinarische Reise durch die russische Literatur Genuss in mehrfacher Hinsicht Welch originelle Idee der Autorin, sich die bekanntesten Autoren Russische Förderations (bzw. der ehemaligen Sowjetunion) vorzunehmen, charakteristische Szenen zu sammeln, in denen es ums Essen und Trinken geht, und dann Rezepte zu den genannten Gerichten zu suchen!Viele der den Appetit anregenden Literaturzitate - die von Autoren... |
Gedichte und Verserzählungen |
- Erinnerungen an Zarskoje Selo (1815)
- Ruslan und Ludmila (1820)
- Eugen Onegin (1825-1831)
- Boris Godunov (1825)
- Poltava (1829)
- Der eherne Reiter (1833)
- Das Märchen vom Fischer und Fischlein
- Das Märchen vom goldenen Hahn
- Die Nixe
- Das Fest während der Pest
- Szenen aus Ritterzeiten
- Der Gefangene in dem Kaukasus / Der Berggefangene (1822)
- Das Räuberbrüderpaar
- Die Fontäne von Bachtschisarai / Der Springbrunnen von Bachtschisaraj (1824)
- Die Zigeuner (1825/1827)
- Zar Saltan
- Das Märchen von der toten Prinzessin und den sieben Recken
- Das Häuschen in Kolomna (1830)
Buch-Tipp: Die Reise nach Arzrum während des Feldzugs im Jahre 1829 (Wolffs Broschur) Wenn Puschkin eine Reise tut. . . A. S. Puschkin, den Dekabristen nahestehend und auch sonst bei Hofe nicht allzu beliebt, hatte keine andere Auslandsreise als die hier beschriebene unternehmen können; wie wichtig ihm ein Aufenthalt etwa in Italien oder Frankreich gewesen wäre, lässt sich ca. erahnen, wenn er den Übertritt über das russisch-türkische... |
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- Der geizige Ritter (1830)
- Der steinerne Gast (1830)
- Mozart und Salieri (1832)
- Boris Godunov (1828)
- Die Meerjungfrau
Buch-Tipp: Die russische Weltliteratur, 4 Bde. Die Russische Weltliteratur (4 Bde. ) Diese Ausgabe ist eine der schönsten die ich seit langer Zeit gesehen habe. Gerade Anna Karenina ist eins dieser Bücher über die man nicht sprechen kann, weil sie für sich allein stehen. Ich kann die Bücher wirklich jedem empfehlen. |
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- Die Hauptmannstochter (1836)
- Der Mohr Peters des Großen / Der Mohr des Zaren (unvollendet, begonnen 1827)
- Dubrovsky (unvollendet, begonnen 1823/33)
Buch-Tipp: Erzählungen. Weltliteratur Puschkins Erzählungen sind große Literatur. Zwar spielen sie zufällig in dem zaristischen Russische Förderation, aber wie alle Weltliteratur sind das ca. zeitliche Rahmenbedingungen, über die sie in ihrer Bedeutung weit hinaus reichen.
An diesen Geschichten besticht nicht ca. die stets gelungene, ab und zu großartige Konstruktion, oder auch die... |
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- Die Geschichten des verstorbenen Iwan Petrowitsch Belkin/Erzählungen Belkins (1831)
- Das Duell
- Der Postmeister
- Der Schneesturm
- Der Schuss
- Das Fräulein als Bäuerin
- Pique Dame (1834)
- Der Sargtischler
- Roslavlev
- Kirdžali
- Ägyptische Nächte (Fragment, 1835)
Buch-Tipp: Eugen Onegin. Ein Roman in Versen Das Dichtgenie in einer großartigen Übersetzung Ich muss sagen, ich war erst skeptisch gegenüber einer Puschkin Übersetzung, denn Russisch und Deutsch sind zwar beide zu dem Dichten sehr gut geeignet, schienen mir aber unvereinbar. Goethe auf Deutsch, Puschkin auf Russisch war für mich fast schon Gesetz, bis ich über den Tellerrand schaute und... |
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- Die Reise nach Arzrum während des Feldzug in dem Jahre 1829
Buch-Tipp: Frühstück mit Puschkin. Katerfrühstück! Eine Liebesgeschichte mal aus der Sicht des Katers erzählt, wie süüüüüüß! In diesem Fall sucht der Kater sogar den richtigen Mann für seine Dosenöffnerin aus, denn die hat seiner Ansicht nach stets den falschen Riecher. Die Geschichte war so lustig und unterhaltsam erzählt, dass ich gerne noch hundert oder mehr Seiten... |
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